DNN 18.05.2011
"… Katharina Randel kommt in ihrem Spiel mit einem einzigen Stuhl aus. Das ist ein wahres Wunderding, er kann sich nämlich verwandeln. Ist mal ein Königsthron und ein andermal Spielzimmer der beiden Prinzessinnen. Und er wird sogar zu einem Schiff, wenn ein solches notwendig ist. Überall dem vergisst man ganz, dass die vielen Rollen im Stück von nur einer einzigen Frau gespielt werden…"
(W. Zimmermann)
Lippstädter Tageszeitung "Der Patriot", 29.09.2009
LIPPSTADT
Eigentlich wollte des Teufels Großmutter ja fernsehen. Doch wie es der Teufel so will, hat sich Besuch eingestellt. Seit knapp 500 Jahren ist kein Gast mehr "in Teufels Küche" aufgetaucht - aber am Samstagnachmittag kam der Besuch gleich scharenweise.
Wobei sich die Küche des Satansbraten in der Thomas-Valentin-Stadtbücherei befand. Denn dorthin verschlug es im Rahmen des Jahreskongress der europäischen Märchengesellschaft zahlreiche große und kleine Zuschauer. Schade nur, dass die Sitzverhältnisse es den Besuchern in den hinteren Reihen kaum ermöglichten, das Geschehen auf der Bühne zu verfolgen. Jammerschade. Denn das rund einstündige Märchenspiel mit Puppen war eine zauberhafte und zugleich sehr komische Reise in das Land der Phantasie.
Nur ein paar farbige Schürzen, eine Handvoll kleiner Puppen und einige Requisiten benötigte Schauspielerin Katharina Randel um eine ganze Welt entstehen zu lassen. Doch das allerwichtigste Requisit war die starke Bühnenpräsenz der Darstellerin. Mit feuerroter wirrem Lockenkopf schimpft und zetert sie sich gleich zu Beginn quer durch die Publikumsreihen, und schon ist stimmungsmäßig die Hölle los.
Mit den verschiedensten Stimmen spielt Katharina Randel das Märchen vom "Teufel mit den drei goldenen Haaren". Einfach herrlich, wie sie in Mimik und Gestik das temperamentvolle Teufelsweib gibt und dabei höchst authentisch auf die Kinder in den ersten Reihen eingeht. Diese hängen geradezu an ihren Lippen wenn sie mit verstellten Stimmen den Püppchen Leben einhauchte. Mal ist die Schauspielerin der böse König, der besoffene Räuber, dann die liebliche Prinzessin oder der tapfere Müllerssohn. Dieser liebt des Königs Tochter und für diese Liebe wagt sich der Knabe sogar hinein in Teufels Küche. Eine brenzlige Sache. Aber was wäre ein Märchen ohne ein Happyend?
Happy waren auch die Zuschauer (zumindest diejenigen, die etwas sehen konnten). Und so gab es feurigen Applaus für des Teufels Großmutter. (co)
V&R Juli 2009
... Die Inszenierung "In Teufels Küche" vom Theater "Blaues Wunder" (Katharina Randel, Dresden) zeichnete sich wiederum durch sprachliche Vielseitigkeit und pointiertes Spiel aus. Vor allem die Wortspiele mit der "brenzlichen Materie" amüsierten die Erwachsenen sehr. ... (Karin Gerhardt/ Karl Uwe Baum)
SZ 07.02.2005
Was Frauen sich am meisten wünschen - die Frage bringt nicht nur König Artus um den Schlaf im neuen Märchenprogramm "Der Mann aus Zucker" in der Yenidze. Soviel sei verraten: Es sind nicht nur Küsse, schöne Kleider oder der Mann der Nachbarin. Erzählt wird, was Liebe alles vermag. Da bäckt eine Königstochter ihren Traummann, ehelicht ein edler Ritter eine scheußliche Alte, eine verzauberte Schöne, angeln sich drei raffinierte alte Schwestrn in einem Palazzo einen jungen Verehrer. Auf seidenem Tuch, mit Kerzen und knackigen Schokomännern für die Zuschauerinnen, sitzt und erzählt Katharina Randel spannend und gewitzt pointenreich von Liebesnächten aus Irland, England, Venedig und Griechenland zu Klängen auf der Streichpsalter. (lv)
Fazit: Ein bezaubernder Abend über die Wunder der Liebe.
SZ 13.08.2004
Solch einen prachtvollen Spielort hatte Katharina Randel noch nie. Passend zur märchenhaften Kulisse im Schlosspark Pillnitz glänzt es denn auch in ihrer Vorstellung "Vor lauter Perlen, Gold und Purpur ... " Unter diesem Motto bringt in Pillnitz die Dresdner Märchenerzählerin, sonst ist sie in der Yenidze zu erleben, erstmals in diesem Sommer an drei Sonntagen in drei verschiedenen Programmen Schloss- und Königsmärchen zu Gehör.
Da werden die kleinen und großen Zuschauer bezaubert von lieblichen Schäfermädchen und übermütigen Königstöchtern, von Sternblumen und Schwanenflügeln, von irdenen Töpfen und silbernen Spiegeln. Zu den Klängen der Streichpsalter sind die frei erzählten Märchen von "Jorinde und Joringel", "König Drosselbart", den "Sechs Schwänen" und andere zu hören. Dabei sitzen Familien und Touristen lauschig auf Holzbänken zwischen grünen Hecken, so genannten Charmillen, die keine Geringere als Gräfin Cosel einst anlegen ließ. Bei Regen zieht man in den Bootskeller.
Zur ersten Märchenstunde unter freiem Himmel am 8. August kamen noch nicht so viele Zuhörer. "Das Angebot kennen leider noch zu wenige", sagt die Märchenerzählerin, "doch die Kinder, die kamen, hörten trotz der Hitze still und gebannt zu", meint sie. Sie hofft, dass sich der Märchenort im Schlosspark Pillnitz etabliert.
SZ 13.02.2004
Häschen, Fuchs und Wolf stehen ganz hoch im Kurs. Auch einen wunderschönen Phönix gibt es und einen pechschwarzen Raben. Stier und Hirsch bilden die Ausnahmen, aber sie sind um so besser gelungen. Der Schäfer ist der einzige menschliche Vertreter im bunten Allerlei der Puppen. Das Röhrmeisterhaus am Lessing-Museum Kamenz hat sich seit Dienstag in einen kreativen Bastelraum verwandelt. Wo sonst interessierte Zuhörer wissenschaftlichen Vorträgen lauschen oder ganze Reisegruppen sich an leckeren Lessing-Törtchen gütlich tun, wird nun geklebt, geschnitten, gemalt und geformt. Das Literaturmuseum hat anlässlich der 42. Lessing-Tage zur Ferienwerkstatt gerufen und 13 Mädchen und Jungen im Alter von acht bis 13 Jahren sind der Einladung gefolgt. Im vergangenen Jahr wurden jugendliche mit einer Tanzwerkstatt angelockt; vor zwei Jahren standen Perücken, Masken und andere Utensilien des 18. Jahrhunderts im Mittelpunkt. Eine schöne Tradition. So lassen sich die freien Wintertage aber auch wirklich im gemütlichen Raum ertragen. Schnee und Eis scheinen für die jungen Teilnehmer nicht aktuell zu sein; das hebt man sich für später auf. Und spannend sowie lehrreich wie Lessings Fabeln selbst ist die dreitägige Unternehmung allemal. Die Puppenspielerin Katharina Randel aus Dresden ist extra dafür nach Kamenz gekommen. Die Arbeit mit Kindern macht ihr Spaß und fordert den Geist. "Dumm gelaufen, schlauer Fuchs" lautet das Motto der diesjährigen Veranstaltung. Doch nicht nur um den listigen Rotpelz soll es hier gehen. Obwohl die meisten der Kinder gerade diesen zu ihrem Liebling auserkoren. Gebaut haben sie ihn am ersten Tag selbst, den Kopf aus schnellhärtender Modelliermasse geformt, ihn angemalt, passende Kleider geschneidert, wie bei den anderen Fabelwesen auch. "Da musste man einigen schon ein bisschen gut zureden, dass jede Figur wenigstens einmal auftaucht-, erzählt Elke Handrick vom Lessing-Museum, die der Puppenspielerin fleißig zur Hand geht. Denn freilich sollen nach erfolgreicher Bastelei der Handpuppen die lessingschen Fabeln in einer eigens entworfenen Kulisse nachgespielt werden. Doch das braucht noch Zeit.
Bisher stehen die fertigen Puppen noch auf leeren Sektflaschen, damit sie nicht umfallen. Blond gelockte Löwen gähnen in die Gegend, graumelierte Isegrimms mit unterschiedlich langen Bärten und mehr oder weniger edlen Pelzen entblößen ihre Fangzähne, den kunterbunten Zaubervogel umhüllt leuchtender Satin - ganz wie in den fabelhaften Beschreibungen eben. Letzteren hat Felix Kreische kreiert. Er ist mit 13 Jahren der Älteste hier und muss somit die meisten Rollen spielen. Denn wer seine Puppe zur großen Premiere am Donnerstag über die Bühne führen möchte, sollte die passende Fabel dazu erzählen können. Da heißt es also Textpassagen auswendig lernen. Ganz so genau nehmen wir es damit natürlich nicht. Wenn die Kinder sinnerfassend nacherzählen, ist es schon sehr schön", schmunzelt Elke Handrick. Franziska und Agnes probieren es vorsichtshalber schon mal in einer Ecke aus; andere schnippeln noch an den Filzblättern für den großen Dekobaum herum. Die Leimpistole ist ständig in Gebrauch. Ab und an betrachtet einer einfach nur verträumt sein Kunstwerk. Am Ende der Werkstatt darf es mit nach Hause genommen werden und findet im Kinderzimmer Platz.
Katharina Randel schreitet zur praktischen Vorführung. Das Proben beginnt. Wie läuft so ein alter klappriger Wolf eigentlich? Und wie grast ein hungriger Stier auf der Weide? Wie kann man Überheblichkeit schon im Gang ausdrücken? "Ihr müsst wissen, wie ihr euch selber dabei fühlt, erst dann könnt ihr auch die Rolle spielen", spricht sie ihren Lehrlingen gut zu. Die Diplom-Puppenspielerin hat ihr Rüstzeug an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" gelernt. Am Blauen Wunder in Dresden steht heute ihr kleines Theater. Dort erzählt sie Märchen für alle Altersschichten und spielt vor Groß und Klein mit ihren Puppen. Den Ferienkindern in Kamenz haben ihre Erfahrungen viel genutzt.
LVZ 14.02.2002
Im Meer der Geräusche, in dem knisternde Bonbonpapiere mit schlecht heilenden Bronchien konkurrieren und ein Barkühlschrank zufrieden grummelt, taucht Katharina Randel als Rettungsboje auf. Ihrer Ruhe kann sich niemand entziehen. Selbst der Eisschrank überlegt es sich und schweigt.
Wie das Licht eines Leuchtturms schweift ihr Blick über das Publikum, vor dem Hexen aus Zeiten auftauchen, da das Wünschen noch geholfen hat. Die Märchen der Dresdnerin bilden den ersten Teil einer Trilogie mit dem Titel Teufelsspuk und Hexenritt". Noch zweimal wird's im Haus des Buches spuken und dann nimmermehr?
Zu den wesentlichen Ingredienzen der freiberuflichen Märchenerzählerin gehören ihre professionelle, sehr wandlungsfähige Stimme, ein üppiger Fundus an Texten, die sie auswendig beherrscht und eine selbst gefertigte Streichpsalter. Dies Instrument aus dem 11. Jahrhundert weiß tatsächliche Verwunschenheit herzustellen.
Mit nachtblauem Gewande und glutrotem Haarschopf, der seinerzeit ihre Chancen erhöht hätte, auf dem Scheiterhaufen zu landen, zeigt Katharina Randel die Hexe in ihrer Ambivalenz. Die skurrilsten Charaktere lieh sie an diesem Abend den beiden gebrechlichen schottischen Muhmen Maggie und Jenny, die des nachts putzmunter aus dem Kamin klettern, um in schöner Selbstverständlichkeit den König zu beklauen: The same procedure as every night.
Waren Hexen recht eigentlich nur Phantasieprodukte männlicher Angstneurosen, die für Hungersnöte, Impotenz und derlei Übel herhalten mussten, wurden dennoch mehr als neun Millionen Verdächtige grausam gemordet. Die letzte Hexe fand 1780 in der schönen Schweiz den Feuertod. In den Schriften wurden die vom Teufel Besessenen hauptsächlich der Armada garstiger Stiefmütter zugeschlagen. Weitaus vielgestalter jedoch ist der Künstlerin jene knorrige Alte, die in weiser Voraussicht aus einer verstoßenen Prinzessin die "Gänsehirtin am Brunnen" machte, eine "Trulle, stark und groß, aber hässlich wie die Nacht". An Poesie kaum zu übertreffen, zeigen die Grimmschen Märchen für Katharina Randel nicht nur zeitlose Schönheit, sondern auch, wie armselig unsere Sprache geworden ist.
DNN 28.08.2001
Das Märchen vom Wolf und den sieben jungen Geißlein hätte es wahrscheinlich nie gegeben, wenn zu Zeiten der Brüder Grimm die Mutter schon im Internet hätte einkaufen können. So aber kam es wie es das Original eben vorschreibt - durch die Feuerwache in Loschwitz gellten verzweifelte "Mama, Mama"-Schreie und ein halbes Dutzend junger Geißlein verschwand im Wolfsrachen, weil auch die besten Sicherheitstricks der Mutter fehlgeschlagen waren. Da hatte sich dieser graue Geselle doch einfach die Pfote mit Mehl bestäubt sowie in PDS-Manier Kreide gefressen, damit er unschuldig verkünden konnte: "Macht auf, liebe Geißlein, euer liebes Mütterlein ist da und hat etwas Schönes mitgebracht!"
Katharina Randel hat zusammen mit Regisseur Klaus Michael Tkacz das Märchen in Szene gesetzt, die kindlich-temperamentvolle Inszenierung verzichtet weitgehend auf neumodischen Schnickschnack und ließ am Ende die Zicklein allen Horror unbeschadet überstehen. Sabine Fiedler-Mohrmann hat prächtige Puppen entwickelt, denen Randel virtuos und nuancenreich Leben einzuhauchen vermag. Jedes dieser Geißlein hat einen eigenen Namen, wird mit wenigen kleinen Episoden in seiner eigenen Persönlichkeit dargestellt. Da gibt es den kleinen Frechdachs, den rauflustigen Ziegenpeter, die lesehungrige Liebzickel, die.... Es wird gestritten, gerauft, erpresst, sich versöhnt ganz wie im richtigen Leben. Jeder, der nicht als Einzelkind aufgewachsen ist, dürfte so einige Déjà-vu-Momente haben.
Bei allen amüsanten Momenten dieser Inszenierung, wenn schließlich der Isegrimm die Zicklein durch die Luft wirbelt und in seinen Wolfsrachen verschwinden lässt, dann weiten sich die Augen der Kinder vor Schreck. Aber hier worden Urängste von Kindern direkt und konsequent angesprochen. Es gibt ja schließlich gerade in dieser Gesellschaft nicht wenige Kinder, deren Mütter am Tage außer Haus sind, um für den Unterhalt zu sorgen. Da ist es schon schön zu sehen, dass am Ende alles gut wird und die Familie sich wieder hat - was in diesem Fall wohl keine Drohung ist.
C. R.
DNN 24.08.2001
Im Wohnzimmer von Eva Katharina Randel fällt die Vielzahl an Puppen auf, die zwar für ein gewisses Tohuwabohu sorgen, die Behaglichkeit der Stube aber trotzdem in keiner Weise beeinträchtigen. Es sind allerdings gar nicht mal ihre beiden Kinder, die hier ihre Relikte hinterlassen haben, nein Eva Katharina Randel selbst ist dem Puppenspiel verfallen.
Geboren 1959 in Dresden, machte sie nach dem Besuch der Schule eine Ausbildung zur Apothekenfacharbeiterin, fasste dann aber im Puppentheatermilieu Fuß. Zunächst war sie Assistentin, dann Spielerin an verschiedenen Bühnen, darunter dem renommierten "Waidspeicher" in Erfurt Große und kleine Dresdner begeisterte sie im Puppentheater im Rundkino u.a. in den Inszenierungen "Die sieben Raben" und Die Gänsehirtin am Brunnen". 1999 trennten sich allerdings dann die Wege des Ensembles und der Diplom-Puppenspielerin. Den Schritt in die Selbstständigkeit habe sie bis heute nicht bereut, bekennt sie. Ich denke schon, dass ich irgendwann wieder in einem Ensemble spielen werde, aber im Moment sind die Erfahrungen als Solo-Künstlerin unglaublich wichtig für mich. Natürlich ist es schön, wenn einem alles abgenommen wird und man selbst nur zu spielen braucht, aber ich habe auch realisiert, wie viel einem im Puppentheater einfach nur vorgekaut wird, wie man fremdbestimmt ist. So viel Arbeit und Kraft es auch kostet, ich empfinde es noch immer als unglaubliche Bereicherung, mich selbst um alles kümmern zu müssen - von der Anfertigung der Puppen über die Werbung bis hin zum Aufbau der Bühne bei meinen Auftritten in Kindergärten oder Kulturzentren."
Sie habe, biografisch und altersbedingt, mittlerweile auch völlig andere Sichtweisen und Lebenseinstellungen als viele jüngere Kollegen, die heute ein festes Engagement hätten. Ich bin sehr lebensbejahend und merke, wie wichtig es sowohl für Kinder als auch für Erwachsene ist, sich mit Märchen, denen zuzuhören wieder modern wird, auseinanderzusetzen". Deshalb seien ihre Inszenierungen nicht nur auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten, sondern würden sich auch an Ältere richten. Ein gutes Stück für Kinder ist immer auch, sehenswert für Erwachsene". Eine große Hilfe ist ihr ihre Ausbildung zur Waldorf-Kindergärtnerin, die sie zwischen 1994 und 1996 absolviert hat. Dort habe ich Wahrnehmen gelernt" und, obwohl sie doch zwei eigene Kinder hat, überhaupt erst begriffen, was Kinder sehen würden. "Sie leben in einer ganz anderen Welt als wir Erwachsene", meint Randel mit leidenschaftlicher Stimme.
Da alles schon mal dagewesen sei, würde sie lieber vom Geist zur Form kommen wollen, nicht den umgekehrten Weg gehen, wie das vielfach heute in Inszenierungen üblich sei. Und mit den ganzen pessimistischen "Weltuntergangstücken" à la Clockwork Orange" könne sie wenig anfangen: "Wir haben die Jahrtausendwende überlebt. Es ist fünf nach zwölf! Deshalb ist die Frage, wie es jetzt weitere geht, mit welcher Kraft vor allem, doch viel spannender, oder nicht?" Die jetzt heranwachsene Generation sei doch der Hoffnungsträger, sie brauche "Kraft und Mut und Freude". "Das ist das, was ich vermitteln will: Es lohnt sich zu leben!" Dieses "Entweder-Oder-Denken", das in vielen Filmen .und Stücken vermittelt werde, würde die Gesellschaft nicht voranbringen, zeigt sich Eva Katharina Randel überzeugt. "Es werden sehr feine Lösungen gefunden werden müssen, die immer ein großes Maß an Kompromissbereitschaft, die es zu fördern gilt, erforderlich machen."
Am Sonntag, 15.30 Uhr zeigt Eva Katharina Randel in der Alten Feuerwache Loschwitz ihr Stück "Der Wolf und die sieben jungen Geißlein", bei dem Klaus Michael Tkacz Regie führt. Ansonsten ist sie immer wieder auch in der Yenidze als Märchenerzählerin zu erleben.
Christian Ruf